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A n u g a [ 2009 ] H i g h l i g h t


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Round-Table-Gespräch: Spezialisten oder Generalisten?

Belgiens Fachmannschaft hat noch eine Zukunft

VLAM +++ Maßgeschneiderte Qualität von belgisches Fleischlieferanten +++Auf Einladung vom Belgian Meat Office trafen sich am 27. August 2009 Fachjournalisten aus Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden mit belgischen Fleischexporteuren zu einem Rundtischgespräch in Brüssel. Das Thema dieser vierten Edition lautete „Spezialisten oder Generalisten? Die Fachmannschaft hat noch eine Zukunft“. Im Verlauf des Gesprächs wurden diverse aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends tiefer beleuchtet. Den Auftakt der Veranstaltung bildeten die Besuche des Rindviehbetriebes der „Groep Verbist“ und des Schweinebetriebes „Bart Vanschoubroek“ am Nachmittag des 26. August.

Wie gelingt es der belgischen Fleischbranche, sich gegen die großen Spieler am europäischen Markt zu behaupten? Belgien unterscheidet sich mit seinen zahlreichen mittelgroßen Betrieben - vornehmlich Familienbetriebe – ganz deutlich von Ländern wie Deutschland, Frankreich und Italien, wo einige große Unternehmen die Fleischbranche dominieren. Für den Erfolg der belgischen Fleischbranche stehen unter anderem das Fachwissen, die Maßarbeit der Fleischlieferanten, der persönliche Service und die lückenlose Rückverfolgbarkeit.

Der europäische Fleischkonsum stagniert insgesamt, das Handelsvolumen von belgischem Fleisch hingegen steigt unentwegt. Belgien ist eines der kleinsten europäischen Länder, aber auf dem Gebiet des Exportvolumens der viertgrößte Netto-Fleischexporteur in der Europäischen Union. Und das macht die belgische Situation gerade so spannend.

Spezialisierung und Know How haben dazu beigetragen, dass die Belgier ihre Position in Europa behaupten konnten. Dieses Fazit bildete zugleich das Kernthema des Round-Table-Gespräches 2009.

Artgerechte Tierhaltung - Ferkelkastration

Das in der Fleischbranche aktuelle Thema „Ferkelkastration“ spielt derzeit auch in den Niederlanden eine große Rolle. Die Äußerungen der belgischen Exporteure:

Sofie Goossens denkt, dass der Ferkelkastration unter Betäubung entsprochen werden kann, unter der Bedingung, dass die damit verbundenen Kosten gedeckt sind. Am Beispiel der Niederlande fügt sie hinzu: „Die niederländischen Abnehmer stehen unter dem Druck der Tierschutzorganisationen sowie der öffentlichen Meinung und kaufen deshalb bevorzugt Fleisch von weiblichen Tieren. Das hat allerdings seinen Preis, den derzeit aber niemand bezahlen möchte.“

Jos Claeys findet, dass es sich hierbei um ein sehr emotionales Thema handelt: „Es wurde ein Stein ins Rollen gebracht, der nicht mehr aufzuhalten ist. Der LEH hätte im Vorfeld besser erst das Gespräch mit den Erzeugern gesucht. Den niederländischen Verbrauchern wurde eine Geschichte erzählt, die diese glauben. Frage ist: Werden sich diese Bewegungen auf die Niederlande beschränken oder auch auf Südeuropa überschwappen?“

Unter Federführung von QS haben in Deutschland die Erzeuger und der LEH, im Einvernehmen mit den Tierschutzorganisationen, in der „Düsseldorfer Erklärung“ beschlossen, ab dem 1. April 2009 bei Ferkelkastrationen schmerzstillende Mittel zu verabreichen. Diese Maßnahme gilt bis zu einer endgültigen Lösung.

Belgisches Fleisch auf dem italienischen Markt

„In Italien ist man mit unserer Qualität und unserem Service zufrieden“, versichert Sofie Goossens. „Bei den Preisen sieht es anders aus!“

Vincent Duponselle: „Verbist exportiert kaum Rindfleisch nach Italien. Unsere Produktion ist aufgrund ihrer spezifischen Qualität hauptsächlich für den Inlandsmarkt bestimmt.“

Schlachtlohnkosten

Die Lohnkosten der Fleischbranche zeigen im internationalen Vergleich ein unterschiedliches Gefälle auf. In Belgien liegen die Kosten beispielsweise 40 bis 60 Prozent über dem deutschen Niveau. „Das beeinträchtigt unsere Wettbewerbsfähigkeit“, betont Sofie Goossens. „In Belgien haben wir hohe Personalkosten und hohe Sozialabgaben. Zudem dürfen wir in unserer Branche weder am Wochenende noch nachts arbeiten. Um überleben zu können, müssen wir deshalb sehr flexibel auf Kundenwünsche eingehen.

Versiertes Personal ist Mangelware.

Neben den Lohnkosten stellt auch die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern eine permanente Herausforderung für die Unternehmen dar.

Vincent Duponselle: „Unsere ausländischen Arbeitskräfte erhalten den gleichen Lohn wie die Mitarbeiter aus der Region. In Belgien gelten hohe Mindestlöhne und allgemein verbindliche Arbeitsvereinbarungen in allen Branchen.“

Dem pflichtet auch Jos Claeys bei. „Die Herkunft des Arbeitnehmers spielt keine Rolle. Entscheidend sind neben Motivation und Arbeitswillen, Leidenschaft und Flexibiltät. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, lohnt es sich, in die Schulung zu investieren.“

Gute Zusammenarbeit und Kommunikation in der belgischen Fleischbranche

Auch wenn der brancheninterne Dialog eine große Rolle für die anwesenden Fleischexporteure spielt, verfolgt jeder seinen eigenen Kurs.

Guy Vandenberghe: „Belgien ist ein kleines Land mit vielen Familienbetrieben, die alle bemüht sind, ihren Weg zu finden. Zusammenarbeit ist bis zu einem gewissen Grad nötig und kommt der gesamten Branche zugute. Aber,“ so stellt er fest: „Je größer der Elefant, desto einfacher kann die Maus überleben.“

Vincent Duponselle bestätigt diese Aussage: „In der Rindfleischbranche wird viel kommuniziert, sogar grenzüberschreitend. Die Anlieferung verläuft nach eingefahrenen Strukturen. Um nicht in Kaufzwang zu geraten und stets flexibel liefern zu können, verfügt Verbist über ein eigenes großes Tierkontingent, was für Belgien eine Ausnahme darstellt.“

Nähere Informationen erhalten Sie bei:

Paul Coenen [Geschäftsführer]

VLAM/Belgian Meat Office

Cäcilienstr. 46

D  -  50667 KÖLN

Tel.: 0221/25 48 57

vlam.belg.agrar@t-online.de

Belgian Meat Office

Das im Jahre 2003 unter dem Dach von Flanderns Agrar-Marketing-Büro VLAM gegründete Belgian Meat Office ist der Ansprechpartner in allen Fragen rund um belgisches Fleisch.

  • Sie möchten mehr über den Service und die Produkte belgischer Fleischlieferanten wissen? Dann sind Sie in der Lieferantenbank genau richtig.
  • Oder interessieren Sie sich für aktuelle Nachrichten, Messeteilnahmen, Publikationen, Fleischzerlegung sowie Daten und Fakten zur belgischen Fleischbranche?  Dann besuchen Sie die fünfsprachige Website belgianmeat.com!
  • Wenn Sie Fleisch aus Belgien importieren möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an: vlam.belg.agrar@t-online.de


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Abraham - Der Schinkenspezialist
VLAM +++ Maßgeschneiderte Qualität von belgisches Fleischlieferanten +++
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