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Gesundheit
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Herz & Kreislauf
Herz & Kreislauf Chronische Herzkrankheiten: Konsequente Blut-Selbsttests verlängern das LebenMannheim [ DGK ] 18.05.2011 Herzpatienten, die
den Erfolg ihrer gerinnungshemmenden Therapie mit Vitamin K-Antagonisten
regelmäßig selbst messen („INR-Selbstmanagement“), zeigen im Vergleich zur
Hausarzt-Kontrolle eine Abnahme des Sterblichkeitsrisikos von über 60 Prozent.
Das berichtet Prof. Dr. Heinz Völler (Rüdersdorf) auf einem Pressegespräch
anlässlich der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie –
Herz- und Kreislaufforschung (DGK). Systematisches Selbstmanagement gleich effektiv wie Antikoagulations-
Kliniken
Auch dem Vergleich
mit spezialisierten Antikoagulations-Kliniken hält das systematische
Selbstmanagement stand: In einer aktuellen Untersuchung an über 2300
US-Patienten war die Rate von Herz-Kreislauf-Ereignissen in beiden Gruppen
gleich, die Selbstmanagement-Gruppe hatte jedoch eine bessere Lebensqualität.
Im Langzeitverlauf (6,3 Jahre) können Patienten mit mechanischem
Herzklappenersatz nach Aortenklappen-Fehlern mit dem Selbstmanagement im
Vergleich zu aufwändigen Operationsverfahren ohne Blutverdünnungs-Bedarf (unter
Einsatz von Auto- und Homograft; „Ross-Operation“) eine in der Tendenz bessere
Prognose erzielen. „Somit erlaubt das
INR-Selbstmanagement Patienten auch in strukturschwachen Regionen eine zu jeder
Zeit und an jedem Ort mögliche Therapiekontrolle, die eine Überprüfung der
Therapietreue zur Verhinderung von Schlaganfällen und Blutungen ermöglicht“, so
Prof. Völler. Patienten-Selbstbestimmung von BNP-Spiegel im Test
„Die Übernahme von
Eigenverantwortung“, so Prof. Völler, sei auch bei Patienten mit chronischer
Herzschwäche (Herzinsuffizienz, HI) durch die systematische Selbstbestimmung
von natriuretischen Peptiden (BNP-Spiegel) wünschenswert, um erneute
Krankenhausaufenthalte oder Todesfälle zu verhindern. Natriuretische Peptide
werden bei HI-Patienten vermehrt freigesetzt. „Die Vorteile der
Prognose-Verbesserung und Reduzierung von Krankenhaus-Einweisungen können durch
die Verfügbarkeit eines BNP- basierten Home-Monitorings in der ambulanten
Versorgung der Patienten erzielt werden“, so Prof. Völler. „BNP-gestützte
Therapiesteuerung und Verlaufskontrolle reduzieren Sterblichkeit und
Krankheitshäufigkeit. Mit dem Heart-Check-Device steht erstmals ein Gerät zur
Verfügung, mit dem aus kapillarem Vollblut (Fingerstick) BNP bestimmt werden
kann. Damit wird Ärzten die Bestimmung zu jeder Zeit an jedem Ort ermöglicht.“ Das Gerät ist sowohl
in der Arztpraxis als auch in der Wohnung des Patienten einsetzbar. Eine
Anwendung durch Patienten selbst wird zurzeit im Rahmen strukturierter
Schulungsprogramme erprobt.
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