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Gesundheit
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Herz & Kreislauf
Herz & Kreislauf Forscher der Uni Graz identifizierten Mechanismus zur Entstehung von Herz- KreislauferkrankungenGraz [ Karl-Franzens-Universität ] 19.07.2011 Veränderungen des
Kalzium (Ca2+)-Haushalts in Herz- und Gefäßzellen sind häufig die Ursache für
die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck oder
Herzmuskelschwäche. Wie es zu diesem gefährlichen Anstieg des Kalziumgehalts in
Herzzellen kommt, konnten nun erstmals WissenschafterInnen der
Karl-Franzens-Universität Graz in Kooperation mit KollegInnen der Medizinischen
Universität Wien und der Universität Linz klären. Die Forschungsergebnisse, die
am 6. Juni 2011 in der Online- Ausgabe des renommierten Journal PNAS publiziert
wurden, stellen die Entwicklung neuer Therapien bei Herzerkrankungen in
Aussicht. Herzzellen brauchen
Kalzium, um richtig funktionieren zu können. Ein erhöhter Kalziumgehalt steht
jedoch oft im Zusammenhang mit Erkrankungen des Organs. Ein Team um
Ao.Univ.-Prof. Dr. Klaus Groschner vom Institut für Pharmazeutische Wissenschaften
der Karl-Franzens-Universität Graz hat erstmals im Detail herausgefunden,
welcher Mechanismus den pathologischen Veränderungen zugrunde liegt. „In einer
bisher unbekannten Mikrodomäne der Herzmuskelzelle – einer bestimmten Stelle an
der Innenseite der Plasmamembran – wird zu viel Kalzium eingeschleust“,
berichtet Groschner. Verantwortlich dafür
sind sogenannte TRPC (transient receptor potential canonical)-Kanalkomplexe.
„Diese Kanäle, die aus mehreren Proteinen gebildet werden, lassen zu große
Mengen Kalzium an besonders kritischen Stellen, sogenannten regulatorischen
Mikrodomänen, in die Zelle“, erklärt der Forscher. Dieser Überschuss führt
dazu, dass die Steuerung des genetischen Programms außer Kontrolle gerät. „Die
Zelle wird umprogrammiert, so dass es zu krankhaften Veränderungen kommt“, so
Groschner. Ist die fatale Entwicklung erst einmal in Gang gesetzt, gelangt noch
mehr Kalzium in die Zelle und die Erkrankung schreitet somit immer rascher
fort. Die Entdeckung der zentralen Funktion der TRPC-Kanäle als
Kalzium-Schleuse ist ein viel versprechender Ansatzpunkt für die Entwicklung
neuer therapeutischer Strategien zur Behandlung und Prävention von
Herzerkrankungen. Publikation:
PKC-dependent
coupling of calcium permeation through transient receptor potential canonical 3
(TRPC3) to calcineurin signaling in HL-1 myocytes Michael Poteser, Hannes
Schleifer, Michaela Lichtenegger, Michaela Schernthaner, Klaus Groschner
(Karl-Franzens-Universität Graz) Thomas Stockner (Medizinische Universität
Wien) C. Oliver Kappe, Toma N. Glasnov (Karl-Franzens-Universität Graz)
Christoph Romanin (Universität Linz) in: PNAS, 6. Juni 2011, Article #201106183
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