Infodienst Ernährung

20. Mai 2013

Home   Impressum   Mediadaten   AGB   Newsletter   eMail

Gesundheit

Diabetes


[ Druckansicht ] - [ zur Übersicht Gesundheit ]

Leber reguliert Hungergefühl

Forscher der University of Melbourne und des größten australischen Gesundheitsversorgers Austin Health sind dem Geheimnis auf der Spur, wie unser Körper Fetthaushalt und Gewicht reguliert. Zusammen mit Professor Sof Andrikopolous hat die für Austin Health in Melbourne tätige Barbara Fam herausgefunden, dass die Leber direkt mit unserem Gehirn kommuniziert, um die Essensmenge zu kontrollieren, die wir täglich zu uns nehmen.

Die Untersuchungsergebnisse verdeutlichen, dass die Leber entgegen bisheriger Annahmen beim Regulieren des Körpergewichts tatsächlich eine entscheidende Rolle spielt und bei Gewichtszunahmen gezielt behandelt werden sollte.

Bei Laborversuchen an Mäusen führte die Überexpression eines bestimmten Leberenzyms zu einer 50-prozentigen Fettreduzierung. Die betroffenen Mäuse aßen außerdem weniger als die Mäuse, die das zusätzliche Enzym nicht im Körper hatten. Da das Enzym namens FBPase für die Glukoseproduktion benötigt wird, waren Wissenschaftler lange der Meinung, dass zu viel FBPase ungesund für den menschlichen Körper ist.

"Aufgrund der Tatsache, dass das Enzym für die erhöhte Glukoseproduktion der Leber verantwortlich ist, sind wir eigentlich davon ausgegangen, dass die Mäuse mit der Extraportion FBPase eher dazu neigen, an Diabetes zu erkranken. Bei einer genaueren Untersuchung der Mäuse haben wir jedoch festgestellt, dass das Enzym die Absonderung bestimmter Hormone auslöste, die das Hungergefühl beeinflussen.

"Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass eine fetthaltige Ernährungsweise zu einer Erhöhung des Leberenzyms führt. Diese Erhöhung trat wahrscheinlich als negativer Feedback-Mechanismus ein, um so eine weitere Gewichtszunahme zu kontrollieren. Unter normalen physiologischen Umständen übernimmt FBPase jedoch keinesfalls die Aufgabe, Körpergewicht zu kontrollieren. Das Enzym greift vielmehr erst dann ein, wenn dem Körper überschüssige Nährstoffe, wie Fett, zugeführt werden", erklärte Dr. Fam.

"Wenn sich Menschen vor allem langfristig sehr fett- und zuckerhaltig ernähren, kann sich diese Ernährungsweise sehr unterschiedlich auf den Körper auswirken. Anscheinend haben wir jedoch tatsächlich ein eingeborenes System in uns, das einer möglichen weiteren Gewichtszunahme in solchen Fällen entgegenwirkt", schlussfolgert Dr. Fam.

Die Untersuchungsergebnisse müssen in weiteren Studien überprüft werden. Die neueste Studie hat jedoch gezeigt, dass FBPase nicht nur als Mediator des Glukosestoffwechsels betrachtet werden sollte, sondern auch als ein sehr wichtiges Organ, das unser Hungergefühl und unseren Fetthaushalt reguliert.

Die Studie wurde im April 2012 in der Wissenschaftszeitschrift "Diabetes" veröffentlicht.

meat-n-more.info

meat-n-more.info twittert:

Die 6 neuesten Tweets

Willkommen!

meat-n-more.info ist für Menschen die mit Fleisch und Wurst zu tun haben.

Hier finden Sie bei den News aktuelle Meldungen.  Artikel zu Fleischtechnologie und weiteren fachtechnischen Aspekten lesen Sie im Bereich Technik. Unter Betriebsführung wird Interessantes zu Marketing, Personalführung und Recht aufbereitet. Die Rubrik Gesundheit greift Forschungsberichte zu verschiedensten Bereichen der Medizin auf. Ein Schwerpunkt liegt hier bei Ernährungsfragen.

meat-n-more.info ist ein verlagsunabhängiges Portal mit mehr als 80.000 Visits und 300.000 Seitenaufrufen im Monat.


EU.L.E. e.V. - Europäisches Institut für Lebensmittel- und  Ernährungswissenschaften (EU.L.E. e.V.)


Fleischportal.de - Präsentieren - Diskutieren - Inserieren

Newsletter

Wir Twittern

meat-n-more.info bei Twitter

und sind bei Facebook

www.facebook.com/meatnmore.info


Presseschau und Kurzgemeldetes:


Buchtipps


Neu von Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt: „Best of Fleischer / Metzger-Blog 2011!“

Die Erfahrungen der Anderen

Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen SchmidtDas brandaktuelle JAHRBUCH „BEST OF Fleischer/Metzger-Blog 2011!“ könnte Ihnen zeigen, wie Sie „Die Erfahrungen der Anderen“ nutzen, um durch eine möglicherweise nur kleine Strategie-Änderung das wahre Potenzial zu heben, das in Ihrer Fleischerei/Metzgerei schlummert.
[mehr]


Kein gesunder Mensch braucht Ernährungswissenschaft

3. Auflage von HUNGER & LUST umfasst mehr als 300 aktuelle Studienergebnisse aus 2007 bis 2011 - Fazit: „Vergessen Sie alles, was Sie über gesunde Ernährung zu wissen glauben. Essen Sie nur, wenn Sie echten Hunger haben und zwar nur das, was Ihnen gut sch

Ab sofort ist „HUNGER & LUST - Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz“ in umfassend erweiterter, dritter Auflage erhältlich und bietet eine kritische Auseinandersetzung mit weit über 300 Studienergebnissen der Jahre 2007 bis 2011 - verständlich aufbereitet für alle Leser, auch ohne ernährungswissenschaftliche Kenntnisse.

[mehr]


Tee in der Küche

Teatime im Kochtopf - Ungewöhnlich und überzeugend - Aromaküche mit Teeaufgüssen

Wer Spaß an ungewöhnlichen und kreativen Ideen für die leichte Küche hat, der wird das neue Buch von Tanja und Harry Bischof lieben. Hier geht es um Tee. Aber nicht zu Plätzchen und Kuchen – sondern zum Verfeinern von Saucen, zum Ablöschen von Braten, zum Dünsten, Garen und Marinieren von Fleisch, Fisch und Gemüse sowie als einzigartiger Gaumenkitzel in Suppen, Rohkost und Desserts. [mehr]


Deutschland in die Karten geschaut

IfL präsentiert Karten und Analysen aus seinem Online-Angebot „Nationalatlas aktuell“ jetzt auch in Buchform

Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer im Wettbewerb der Regionen? Wo in Deutschland hat es bei der Kleinkinderbetreuung die größten Fortschritte gegeben? Wie sind die Feinstaubkonzentrationen regional verteilt und was wird gegen die Luftbelastung getan? – Antworten auf diese und andere in jüngster Zeit diskutierte Fragen gibt das Buch „Deutschland aktuell“, das die Atlas-Experten des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) aus Kartenbeiträgen des institutseigenen Webangebots „Nationalatlas aktuell“ zusammengestellt haben. [mehr]



© 2013
proeller.de GmbH oder bei den
genannnten Rechte-Inhabern