2008, pünktlich zur InterCool Ende September feiert MONACO
FOODS sein zehnjähriges Bestehen. Meat-n-more.info (m-n-m) sprach aus diesem
Anlass mit Firmengründer Peter Whitaker (PW)und dessen Sohn Nicholas Whitaker (NW), der die deutsche Niederlassung
in München leitet.
m-n-m:
Zunächst, Herr Peter Whitaker, herzlichen Glückwunsch zu
Ihrem Geschäftsjubiläum. Die Gründung von MONACO FOODS erfolgte ja nicht aus
heiterem Himmel. Waren Sie schon vorher im Fleischgeschäft mit Südamerika
tätig?
Antwort PW:
Nach 15 jähriger Tätigkeit in der Fleischbranche in
Deutschland, den Niederlanden, Italien und der Schweiz, ging ich 1981 nach
Monaco um mit meinen damaligen Partnern ein Unternehmen welches auch Weltweit
aktiv war, mitaufzubauen.
In 1998 sind die 4 Partner ihre eigenen Wege gegangen, nicht
zuletzt auch deshalb, weil zwei der herangewachsenen Söhne nachgerückt waren
und sich gemeinsame Unternehmensziele nicht mehr realisieren ließen. Somit habe
ich am 1.September 1998 die Monaco Foods S.A.M. gegründet.
Glücklicherweise ist meine langjährige Assistentin, Doris
Giandico gleich mit gekommen, und kurze Zeit später ist auch meine ehemalige
Buchhalterin, Mariane Vindrola zu unserem Team dazu gekommen.
m-n-m:
Anfang 2000, zwei Jahre nach der Firmengründung, etablierte
sich MONACO FOODS mit einer deutschen Niederlassung in München. Was hat Sie zu
diesem Schritt bewogen?
Antwort PW:
Ganz einfach: Kundennähe! Wir arbeiten sehr eng zusammen mit
unseren Partnern in Südamerika und wollen diese Nähe an unsere Kunden weitergeben.
Unsere Kunden können von unserer 30 jährigen Erfahrung und unserem Einfluss im
Fleischhandel mit Südamerika profitieren.Insbesondere auch im Bereich Kochfleisch in dem wir exakt nach
Kundenspezifikation produzieren, müssen wir sowohl mit dem Produzenten in
Südamerika als auch mit unseren Kunden in Europa sehr eng zusammen arbeiten.
NW:
Aber auch im Bereich Edelteile, in dem wir für unsere
Premium-Marke „SAVANNA“ die Edelteile selektieren lassen, können wir mit
aktuellen Marktsituationen und Hintergrundinformationen dienen. Vor diesem
Hintergrund ist es dann auch leicht verständlich, dass es nicht allein unsere
Aufgabe sein kann Rindfleisch/ Rindfleischprodukte „nur“ zu beschaffen, sondern
darüber hinausgehend, dass wir unsere Kunden mit höchstmöglicher Qualität und
in allen Aspekten des Rindfleischhandels zuverlässig versorgen wollen.
m-n-m:
Dann in 2002 erfolgte die Eröffnung einer Filiale in
Spanien, genauer gesagt in Gerona, bei Barcelona. Warum ausgerechnet Spanien?
Antwort PW:
Im spanischen Markt besteht – wohl auch durch die
geschichtsbedingte starke Beziehung - eine starke Nachfrage nach
südamerikanischem Rindfleisch.Albert
Casas, der das Büro dort leitet, verfügt durch seine frühre Tätigkeit als Geschäftsführer
eines Logistik-Unternehmens über die Kontakte zu den Supermärkten,
Cash&Carry Märkten und Restaurantbetreiber. Spanien ist für uns ein
wichtiges Absatzgebiet. Ein weiterer Vorteil ist, dass in Spanien in den zwei
Sommermonaten Juli und August durch die vielen Touristen die Nachfrage steigt.
Während sie in Deutschland, bzw. im ganzen nördlichen Europa, Urlaubsbedingt
dann im gleichen Zeitraum für gewöhnlich etwas abnimmt.
m-n-m:
2007 haben Sie zusätzlich zum Standort in München ein
Vertriebsbüro in Versmold gegründet. Was führte Sie ins Herz der deutschen
Fleischwarenindustrie?
Antwort PW:
Noch mehr Kundennähe! Es ist unsere Filiale für den Bereich
Kochfleisch. Kochfleisch ist i.d.R kein selbsterklärendes Produkt, wie die
Edelteile. Und auch bei standardmäßigen Produkten will der Kunde oft auch eine
Feinabstimmung vornehmen.
NW:
Unser Mitarbeiter in Versmold, Michael Giannotti, bringt
hier seine ganze Erfahrung aus der Lebensmittelproduktion ein, und ist sehr
schnell beim Kunden in der Produktion vor Ort um zu beraten.
m-n-m:
Sie betonen ausdrücklich die Nähe zum Kunden als
wesentlichen Part Ihres Geschäftes. Spielt die Kunden-Lieferantenbeziehung in
Zeiten globaler Handelsströme noch eine so bedeutende Rolle?
Antwort PW:
Erst eine genaue Kenntnis der Anforderung und der Produktionsgegebenheiten-
hier wie drüben-, ermöglichen es, den Kunden richtig zu beraten und langfristig
optimal zu betreuen. Gerade in unserem Geschäft zeigt sich, dass die Beziehung
Lieferant/Kunde einer besonderen Pflege bedarf. Unsere Kunden müssen uns vertrauen
können. Unsere persönliche Beziehung zwischen unserem Kunden und unseren
Partnern in Südamerika ist die Basis dafür und ist unerlässlich. Dazu gehört
idealerweise auch die Fähigkeit und das Einflussvermögen, schon noch so kleine
Verbesserungsvorschläge und Ideen des Kunden beim Produzenten in Südamerika
unmittelbar in Auftrag geben zu können.
Gerade weil der Welthandel sehr schnell geworden ist und
sich Bedingungen schnell ändern können, brauchen unsere Kunden umso mehr
jemanden der ihre Interessen vertreten kann; sie schnell und umfassend
informiert, und in Engpass-Situationen auch schnell Lösungen zu bieten weiß.
m-n-m:
Also ist diese enge Kunde-Lieferanten-Beziehung nicht nur
einseitig und auf Ihre Kunden hierzulande ausgerichtet, sondern erstreckt sich
weiter auf die Beschaffung und schließt die Produzenten in Südamerika mit ein?
Antwort PW:
Ja unbedingt. Unsere langjährigen Kontakte zu den
südamerikanischen Rindfleischproduzenten und Erfahrung geben uns in der
Fleischbeschaffung ein besonders Gewicht. So ermöglichen unsere hohe
Spezialisierung und das hohe Volumen das wir jährlich handeln, maßgeschneiderte
Produkte entwickeln zu lassen, und bedarfsgerecht an unsere Kunden zu liefern.
NW:
Auch unsere „SAVANNA“ Edelteile, lassen wir speziell nach
unseren Anforderungen für uns selektieren. Roastbeefs unter 3,5 kg zum Beispiel
kommen bei uns definitiv nicht in den Karton. Zu jeder Produktion für „SAVANNA“
ist unser Mitarbeiter vor Ort in der Produktion und vor jeder Verschiffung
erhalten wir seinen ausführlichen Report mitsamt dazu gehörigen Photos. Die
Führung und Kontrolle der eigenen Premium-Marke geht weit über die einfache
Beschaffung gewöhnlich verfügbarer Ware hinaus. Wir können schon vor
Verschiffung höchste Qualität der Belieferung zusichern.
m-n-m:
Welche Kundenkreise sprechen Sie mit dem Rinderkochfleisch
in den unterschiedlichen Qualitäten an?
Antwort PW:
Insbesondere die Hersteller von Fertiggerichten, dann die
Fleischwarenindustrie, und teilweise Kantinen und Großküchen- also die
Gemeinschaftsverpflegung.
m-n-m:
Wie sieht Ihre Hitliste beim Rinderkochfleisch aus?
Antwort PW:
Zu den am stärksten nachgefragten Artikeln gehören Gulasch
(Rindfleischwürfel), Stroganoff (Rindfleischstreifen) und Minced (Rindfleisch
Hack / Granulat).
m-n-m:
Welche Vorteile ergeben sich aus der Verarbeitung von
Rinderkochfleisch?
Antwort PW:
Da steht zunächst der gute Fleischgeschmack der Produkte,
ein ausgeprägtes arttypisches Aroma, das sogar ohne weitere Zusätze wie
Rindfleischextrakt oder Rindfleischbrühe auskommen kann.
Dazu kommt als weiterer wesentlicher Vorteil des Einsatzes
vorgegarten Rinderkochfleisches der äußerst geringe Gewichtsverlust während der
Weiterverarbeitung. Das erlaubt eine präzise Mengenplanung und sichert auch ein
zuverlässiges Kostenmanagement.
m-n-m:
Sie werden Ende September auf der InterCool präsent sein.
Was können Die Messebesucher auf dem Stand von MONACO FOODS erwarten?
Antwort PW:
Unsere SAVANNA Edelteile, Kochfleisch-Artikel und uns: ein
hoch motiviertes professionelles Team, das sich darauf freut, auch die nächsten
Zehn Jahre im Dienste der Kunden erfolgreich zu sein. Selbstverständlich wollen
wir auch mit unseren Kunden auf das 10 Jährige Bestehen anstoßen, wir freuen
uns schon darauf! |