Die Nachfrage nach deutschen regionalen Spezialitäten hält
an und wächst insbesondere in den ausländischen Märkten. Dies bilanzierte der
Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller, der im Jahr 2007 seine
Marktposition mit einer positiven Gesamtentwicklung und einer neuen Rekordmarke
festigen und ausbauen konnte. Erstmals wurden 6 Mio. Stück (rund 32.000 Tonnen)
in Deutschland und Europa abgesetzt. Dies entspricht einem Plus von 5 Prozent
im Vergleich zum Vorjahr und bestätigt das kontinuierliche Wachstum der Marke
in den vergangenen Jahren.

Der Lebensmitteleinzelhandel bleibt die wichtigste
Vertriebsschiene im Inland und nimmt drei Viertel der Gesamtproduktion von
Schwarzwälder Schinken auf. Der Trend zu vorgeschnittener und abgepackter
SB-Ware ist ungebrochen. Konkret konnten 10 Prozent mehr als im Vorjahr und
damit insgesamt über 123 Mio. Packungen verkauft werden. Der Top-Seller, die
100-Gramm-Packung, zeigt dabei das stärkste Wachstum.
Vor dem Hintergrund eines stabilen Inlandsgeschäfts feiert
Schwarzwälder Schinken im Ausland Erfolge. Ein überdurchschnittlicher Zuwachs
von 25 Prozent ließ den Anteil des Auslandsabsatzes auf nun 13 Prozent
ansteigen. Jeder achte Schwarzwälder Schinken wird also außerhalb Deutschlands
genossen.
„Die Erfolgsstory der beliebtesten regionalen
Schinkenspezialität geht weiter“, sagte Hans Schnekenburger,
Vorstandsvorsitzender des Schutzverbandes der Schwarzwälder Schinkenhersteller
mit Sitz in Villingen-Schwenningen. „Schwarzwälder Schinken ist die
meistverkaufte regionale Schinkenspezialität Deutschlands, und in Europa sind
wir die unangefochtene Nr. 1 bei den geräucherten Rohschinken. Die
Einzigartigkeit von Schwarzwälder Schinken und die hohe Qualität unseres
EU-geschützten Produktes kommen im Handel und beim Verbraucher im Ausland immer
mehr an. Der Verband wie auch die ihm angeschlossenen Hersteller unterstützen
dieses Interesse aktiv mit Vertriebsaktionen und im Bereich Marketing. Das
Vertrauen in unsere Marke wächst weiter, und heute steht die
Schinkenspezialität mehr denn je für den kulinarischen Genuss à la
Schwarzwald.“
Mit ihrem klaren Fokus auf die geschützte Herkunft ihrer
Spezialität blicken die Schwarzwälder Schinkenhersteller zuversichtlich in die
Zukunft. Wichtige Bausteine des Qualitätsmanagements bleiben die freiwilligen
Betriebs- und Produktionskontrollen, die weit über die gesetzlich
vorgeschriebenen Regelungen hinausgehen. Mehr Transparenz soll auch die
Verbandsinitiative nach europäischem Vorbild bringen, die das Schneiden und
Abpacken von Schwarzwälder Schinken allein im Schwarzwald gestatten will.
„Diese Initiative wird in den EU-Behörden durchaus gehört, und wir sind
zuversichtlich, dass die bisherige Praxis nach neuen Richtlinien überarbeitet
wird“, so Hans Schnekenburger weiter.
Um dem Verbraucher die Orientierung zu erleichtern, trägt
jede Packung Schwarzwälder Schinken das Gütesiegel des Verbandes mit den
Insignien des Schwarzwaldes: rote Bollen und goldene Tannen.
|