Belgien ist mit einem jährlichen Exportvolumen von 640.000
Tonnen frischem Schweinefleisch ein wichtiger Ansprechpartner für fast alle europäischen
Märkte. Mit 321.000 Tonnen pro Jahr geht der größte Teil nach Deutschland und
macht Belgien hier zu einem der wichtigsten Schweinefleischlieferanten.
Zurückzuführen ist der Exporterfolg der belgischen
Fleischwirtschaft vor allem auf das entsprechende Know-how der Fleischbranche
sowie die außerordentliche Kunden- und Serviceorientierung der belgischen, oft
familiengeführten Unternehmen. Deren Hauptanliegen ist es, dem Kunden eine
wunschgerechte, individuelle Lösung zu liefern. Deutsche Abnehmer schätzen
hierbei vor allem auch das flexible betriebliche Umfeld der Belgier, das es
erlaubt, Kundenwünsche schnell zu erfüllen. 
Maßgeblich für den Exporterfolg der belgischen
Fleischbranche ist die immer wieder bestätigte außerordentliche Fleischqualität,
fleischbetonte Schlachthälften und schwere fettarme Teilstücke mit hoher
Ausbeute.
Vollständige Rückverfolgbarkeit ist in Belgien Standard und wird
kontrolliert.
Die hohe Fleischqualität wird in Belgien schon seit vielen
Jahren durch das stufenübergreifende Qualitätssicherungssystem Certus
gewährleistet. Dieses in Belgien führende Prüfsiegel für frisches
Schweinefleisch wird seit Ende 2004 von der QS Qualität und Sicherheit GmbH als
QS-fähig anerkannt. Im August dieses Jahres wurde der bestehende Vertrag für
weitere drei Jahre bis Ende 2011 verlängert – ein Beweis für das Vertrauen in
die belgischen Lieferanten.
Das nach Certus-Kriterien erzeugte und vermarktete Fleisch
erfüllt strengste Auflagen in Sachen Produktsicherheit, Rückverfolgbarkeit und Tierwohlsein.
Als Prüfsiegel garantiert Certus ein besonders hochwertiges Produkt mit klar
definierten Kriterien für die Fleischqualität.
Das Certus-System ist vom Landwirt bis zur Ladentheke zertifiziert nach
EN-Normen.
Für belgisches Rind- und Kalbfleisch gelten ähnliche
vertikale Qualitätssicherungssysteme der sogenannten Integrierten
Kettenkontrolle: Bei belgischem Rindfleisch garantiert das Meritus-Prüfsiegel
allerbeste Qualität. Kein einziges Glied der Nahrungsmittelkette wird hierbei
unbeachtet, wobei die Meritus-Normen weit über die der europäischen Normen in
puncto Lebensmittelsicherheit hinausgehen.
Auch beim Kalbfleisch soll dem Kunden das Beste vom Besten
geboten werden mit Garantien auf jeder Stufe der Produktionskette. Dafür steht
das BCV-Prüfsiegel (Belgisches Kontrollsystem für Fleischkälber), das ein
sicheres, gesundes und sehr schmackhaftes Kalbfleisch garantiert.
Koordiniert wird die Exportförderung für belgisches
Schweine-, Rind- und Kalbfleisch durch VLAM, Belgian Meat Office (BMO). Das
Büro belgischer Fleischexporteure ist die Schnittstelle zwischen belgischen
Frischfleischlieferanten und ausländischen Kunden. Von sehr großer Bedeutung
ist hierbei der deutsche Markt, der einen großen Teil seines Importbedarfs aus
Belgien bezieht.
Zum Aufgabenspektrum des BMO gehören unter anderem die
Vermittlung von Firmenkontakten und Informationen zu Fragen der
Lebensmittelsicherheitssysteme in Belgien, wie die Auslegung des von der
EU-geforderten "General Food Law" oder die Anforderungen und
Auslegungen der QS-Systeme. Unter dem Stichwort Maßgeschneiderter Service
bieten die belgischen Fleischlieferanten den LEH-Partnern zudem verschiedene
maßgeschneiderte Qualitätssicherungssysteme an. Das BMO arbeitet eng zusammen
mit der FASNK, der belgischen „Föderale Agentur für die Sicherheit der
Nahrungsmittelkette“ und mit den Berufsverbänden der belgischen Fleischbranche
zusammen.
 Bei der internationalen Fachmesse Intermeat in Düsseldorf
wird das Belgian Meat Office mit einem großen Gemeinschaftsstand belgischer
Fleischexporteure präsent sein (Halle 3, Stand E12). Wir freuen uns auf Ihren
Besuch. Bitte vereinbaren Sie gern im Vorfeld einen Termin mit uns.
Ansprechpartner:
VLAM
Belgian Meat Office
Geschäftsführer Paul Coenen
Cäcilienstraße 46
50667 Köln
fon: 0221/254857
eMail: vlam.belg.agrar@t-online.de
|