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BuchtippsBuchdaten:
Uwe Knop Hunger & Lust – Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz“ 3. Auflage: 240 Seiten (Erstauflage 2009: 156 Seiten) - ISBN: 978-3-8391-7529-3 Preis: 18,20 € Verlag: Books on Demand GmbH |
BesprechungKein gesunder Mensch braucht Ernährungswissenschaft3. Auflage von HUNGER & LUST umfasst mehr als 300 aktuelle Studienergebnisse aus 2007 bis 2011 - Fazit: „Vergessen Sie alles, was Sie über gesunde Ernährung zu wissen glauben. Essen Sie nur, wenn Sie echten Hunger haben und zwar nur das, was Ihnen gut schEine Empfehlung von TP Ab sofort ist
„HUNGER & LUST - Das erste Buch zur Kulinarischen Körperintelligenz“ in
umfassend erweiterter, dritter Auflage erhältlich und bietet eine kritische
Auseinandersetzung mit weit über 300 Studienergebnissen der Jahre 2007 bis 2011
- verständlich aufbereitet für alle Leser, auch ohne
ernährungswissenschaftliche Kenntnisse. „Wenn man die Ernährungsforschung des
letzten halben Jahrzehnts interessenfrei und kritisch hinterfragt, dann lautet
die einfache Erkenntnis: Kein gesunder Mensch braucht Ernährungswissenschaft -
und noch weniger die daraus resultierenden Ernährungsregeln“, erklärt der Autor
und Ernährungswissenschaftler Uwe Knop, „denn fast alle Empfehlungen zur
gesunden Ernährung basieren auf Beobachtungsstudien, deren Aussagekraft gegen
Null tendiert.“ Darüber hinaus zeigen immer wieder neue Untersuchungen genau
das Gegenteil der gerade aktuellen „Ernährungsweisheiten“. Das einzig sichere
in der Ernährungswissenschaft „ist die Tatsache: Die Forscher wissen, dass sie
sicher nichts wissen.“ Statt Ernährungsregeln empfiehlt Knop daher „mehr
Vertrauen in die eigenen Körpergefühle Hunger und Sättigung.“ Ernährungsregeln
solle man am besten allesamt vergessen, denn sie „sind nicht mehr als vage
Vermutungen und basieren auf statistischen Zahlenspielereien ohne echte
Beweiskraft“, erklärt Knop. Wissenschaftlich fundierte Belege für die gängigen
Ernährungsregeln suche man hingegen vergeblich: „Es gibt einfach keine Beweise,
dass beispielsweise ein Glas Rotwein am Abend vor Herzinfarkt schützt oder 5x
am Tag Obst und Gemüse den Krebs fernhalten.“ Die dritte Auflage von HUNGER
& LUST schärft anhand der kritischen Analyse von über 300
Studienergebnissen aus 2007 bis 2011 nicht nur das Bewusstsein der Bürger für
die allgegenwärtige Ernährungspropaganda - das Buch vermittelt auch, dass unser
natürliches Körpergewicht Gen-gesteuert ist und warum keine Diät langfristig
schlank macht. Das dicke Diätparadox
Anstatt in einem „Diätparadies leben wir mit
einem Diätparadox: Die Wissenschaft ist sich einig, dass alle Diäten
langfristig dicker machen. Aber trotzdem gaukeln jedes Jahr neue Abspeckkuren
den Menschen vor, das Abnehmen mit einer Diät ihr Hüftgold dauerhaft verschwinden
lasse.“ Die aktuellen Diäten aber seien nichts anderes als alter Wein in neuen
Schläuchen: „Die jeweiligen Trenddiäten sind reines Marketing zur
Selbsterhaltung der übergewichtigen Zielgruppe - denn die Diätindustrie ist
wohl der einzige Wirtschaftszweig, der mehr davon profitiert, wenn seine
Produkte nicht halten, was sie versprechen.“ Dauerhaftes Abnehmen sei entweder
eine „Lebensaufgabe, die einem Kampf gegen den eigenen Körper gleicht“ - oder
zum Scheitern verurteilt, wenn nach der Diät wieder normal gegessen wird (1). Echter Hunger & Gute Gründe für viele Pfunde
In der dritten Auflage des ersten Buchs zur
Kulinarischen Körperintelligenz liegt der Fokus weiterhin darauf, beim Essen
nur auf seinen echten Hunger zu vertrauen. Dazu liefert das Buch einfache und
praktische Tipps, wie man wieder mehr Achtsamkeit für seinen Körper entwickelt
- mit dem Ziel, das Körpergefühl des echten Hungers vom „emotional eating“ oder
„kompensatorischen Essen“, also dem hungerfreien Essen zu unterscheiden. „Wer
wieder lernt, auf sein echtes Hungergefühl zu achten, hat die besten Chancen,
sein natürliches Körpergewicht zu finden“, so Knop. Zahlreiche der über 100
neuen Studienergebnisse aus 2010/11 widmen sich weiter den Fragen „Was
beeinflusst unser Körpergewicht?“ und „Ist Übergewicht nun gesund oder doch
nicht?“ (2) Wie immer in der Ernährungsforschung herrscht Knop zufolge auch bei
diesen Themen studiengemäß traute Uneinigkeit. Kinderprogramme ohne Qualitätsstandards
Ein weiterer Schwerpunkt der Neuauflage ist
das bedenkliche „Eldorado der Kinderkampagnen zur Ernährungsaufklärung“, die
allesamt zwei Eigenschaften gemeinsam haben: Erstens existiert kein gemeinsamer
Qualitätsstandard, und zweitens sind die langfristigen Auswirkungen auf den
kindlichen Körper und die heranwachsende Psyche unbekannt. „Die Situation ist
bedenklich: Der deutsche Nachwuchs wird mit einem mittelstandsorientierten
Kampagnenwildwuchs zwangsaufgeklärt, dessen Effekte auf die Entwicklung der
Kinder niemand kennt“, warnt Knop. Einerseits sind laut Robert Koch-Institut
75% der Kinder und Jugendlichen normalgewichtig - und andererseits findet sich
die Kampagnen-Kernzielgruppe der 6-7% fettleibiger Kinder größtenteils in
sozial schwachen Schichten und Einwandererfamilien. Kampagnen für „arme
Ausländerkinder“ aber mangele es wohl an Publicity, daher regiere bei den
Kinderprogrammen das Schema F - „F wie Fördergelder nach dem Gießkannenprinzip
für allerlei mittelstandsorientierten Aktionismus, der leider am Ziel
vorbeischießt und keinen Nutzennachweis liefert.“ (3) Nahrungsergänzungsmittel, nein danke!
Ein Zusatzkapitel in HUNGER & LUST widmet
sich der aktuellen Studienlage zu Nahrungsergänzungsmitteln. „Die vergangenen
fünf Jahre Forschung haben gezeigt, dass Nahrungsergänzungsmittel keinerlei
Schutz vor Krankheiten bieten, dafür umso mehr Nebenwirkungen haben“, resümiert
Knop. Jeder gesunde Mensch sollte daher die Finger von Vitaminpräparaten &
Co. lassen, denn „das Geld ist nicht nur rausgeschmissen, sondern die Einnahme
der Pillen und Pülverchen kann schlimmstenfalls der Gesundheit schaden.“ Das
gelte auch für Functional Food, wie beispielsweise phytosterinangereicherte
Lebensmittel zur Cholesterinsenkung. Einerseits werben zwar Prominente wie
Dieter Boh-len und Heiner Lauterbach für diese Produkte, andererseits aber
warnen Ärzte und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie davor. Es fehlt der
Beweis, dass diese funktionellen Lebensmittel die Herzgesundheit fördern, denn
es gibt keine medizinisch harten Endpunktstudien, die beispielsweise eine
Senkung der Herzinfarkte belegen. Ganz im Gegenteil: Phytosterinhaltige
Brotaufstriche & Co. stehen stattdessen unter Verdacht, dem
Herz-Kreislauf-System zu schaden. Grundsätzlich gilt daher für Knop: „Medizin
gehört nicht in den Supermarkt, sondern in die Arztpraxis.“ HUNGER & LUST
ist ein Buch für alle mündigen Essbürger mit eigener Meinung, die beim Essen
& Trinken lieber auf ihren eigenen Körper vertrauen, anstatt auf
Ernährungsregeln und -päpste zu hören. „Das Buch ist ein Appell an den gesunden
Menschenverstand - für eine gesunde Ernährung, die zu einem passt, denn: Jeder
Mensch is(s)t anders“, so Knop. Die dritte Auflage ermöglicht den Lesern anhand
der umfassenden Studiendarstellung des letzten halben Jahrzehnts, die gängigen
Ernährungsregeln und Diätversprechen kritisch und selbstbewusst zu hinterfragen.
Das Leseziel sollte sein, Nahrungsaufnahme wieder als das zu sehen, was es ist:
Essen ist Genuss, der uns am Leben hält. Kurzinterview Knop: 4 Fragen zur 3. Auflage
1.Warum veröffentlichen Sie nach 2009 und 2010 nun noch eine dritte Auflage
von HUNGER & LUST ?
In den vergangenen zwölf Monaten ist erneut
eine Vielzahl an Ernährungsstudien erschienen, die die Thesen des Buchs
unterstreichen. Daher habe ich das Buch um mehr als 100 neue Studienergebnisse
erweitert. Nun können die Leser anhand von über 300 aktuellen
Studienergebnissen „tabula rasa eines halben Jahrzehnts Ernährungsforschung“
genießen - leicht verdaulich zu lesen, versteht sich. 2.Wer soll das Buch lesen ?
HUNGER & LUST ist buchstäbliche
Bestätigung für alle Menschen, die beim Essen auf ihre Körpergefühle vertrauen,
anstatt auf Ernährungsregeln oder -päpste zu hören. Zum einen werden diejenigen
Leser bestärkt, die bereits intuitiv essen, aber aufgrund der allgegenwärtigen
Propaganda zu „gesunder“ Ernährung an ihrem natürlichen Essverhalten zweifeln.
Zum anderen hilft das Buch den Menschen, die nicht mehr wissen, wie sich ihr
echter Hunger anfühlt, genau diesen Zugang zum natürlich-biologischen
Hungergefühl wieder zu entdecken. 3.Welchen Nutzen hat das Buch für die Leser ?
Die Lektüre stärkt das Selbst-Bewusstsein -
und zwar in doppelter Hinsicht: Erstens entwickeln die Leser ein intensiveres
Bewusstsein für ihren eigenen Körper und seine lebenserhaltenden Gefühle Hunger
und Lust. Zweitens bestärkt das Buch die Leser, selbstbewusst ihre eigene
Ess-Meinung zu vertreten - abseits von Ernährungsregeln und Vorgaben zu
„gesunder“ Ernährung. Das Buch trägt weiter dazu bei, das schlechte Gewissen
abzustellen, das bei vielen im Hinterkopf mahnt, wenn sie nur noch das essen,
was Ihnen gut schmeckt. Ich würde mich freuen, wenn durch die Lektüre letztlich
mehr mündige Essbürger mit eigener Meinung in unserem Land leben - und ihr
Leben genießen. 4.Ein Ernährungswissenschaftler sagt: Kein gesunder Mensch braucht
Ernährungswissenschaft. Wie passt das zusammen ?
Wissenschaft soll Wahrheiten liefern,
Ernährungswissenschaft aber findet nur vage Vermutungen ohne Beweiskraft - und
diese Erkenntnisse sind so schwach, dass darauf basierend sicher keine
allgemeingültigen Regeln für eine „gesunde“ Ernährung abgeleitet werden können.
Meine Meinung als Ernährungswissenschaftler, der das vergangene halbe Jahrzehnt
Ernährungsforschung kritisch analysiert hat, lautet daher: Die (Ess-)Wahrheit
liegt in jedem Körper selbst, denn jeder Mensch is(s)t anders. Und da Ernährungsforschung
leider keine Wahrheiten liefert, braucht auch kein gesunder Mensch
Ernährungswissenschaft - wobei „gesund“ für „problemfrei“ steht. Denn eines ist
auch klar: Ernährungswissenschaft ist dann wichtig, wenn Krankheiten wie
beispielsweise Gicht und Nierenfunktionsstörungen oder aber
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Stoffwechselstörungen ins
Spiel kommen. Da muss man wissen: Was kann und was darf ich essen? |
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