meat-n-more.info - Gesundheit
 
zur Übersicht
Herz & Kreislauf
Neue Studie: Moderater Alkoholkonsum unterstützt Bildung von herzschützenden Hormon besser als Konsum von alkoholfreien Getränken
Themen der 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie Ende März 2008 in Mannheim
Mannheim [DGK] 09-04-2008
Eine neue Studie zum herzschützenden Effekt des moderaten
Konsums von Alkohol präsentierten Herzspezialisten auf der Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), der größten wissenschaftlichen
Veranstaltung für Herz-Kreislaufmedizin in Deutschland mit mehr als 6.000
Teilnehmern.
Analysiert hat eine Forschergruppe des Universitätsklinikums
Ulm um Dr. Armin Imhof den Effekt von alkoholischen und alkoholfreien Getränken
auf das Hormon Adiponektin, das in den menschlichen Fettzellen gebildet wird
unter anderem die Insulinverarbeitung im Gewebe beeinflusst. Niedrige
Adiponektinspiegel gehen mit einem erhöhten Herz-Kreislauf-Risiko einher, hohe
Spiegel des Hormons gelten als herzschützend. Die beim Kardiologenkongress in
Mannheim präsentierte Studie legt nahe, dass der auch in anderen Untersuchungen
beobachtete kardio-protektive Effekt moderater Alkoholmengen auf die
Stimulierung der Adiponektin-Bildung durch Ethanol zurückzuführen sein könnte.
Alkoholfreies Bier und entalkoholisierter Wein weniger herzschützend
An der Studie nahmen 72 gesunde Männer und Frauen zwischen
22 und 55 Jahren teil. Eine Gruppe trank täglich Bier, Rotwein oder eine
Äthanollösung in einer Menge, die 30 Gramm (Männer) oder 20 Gramm (Frauen)
reinem Alkohol entspricht, in der Kontrollgruppe wurden Wasser, alkoholfreies
Bier und entalkoholisierter Wein konsumiert.
Statistisch signifikant war der Adiponektin-Anstieg in der
Äthanol- und Rotwein-Gruppe. "Moderater Konsum von Bier, Rotwein,
Äthanollösung und entalkoholisierem Bier oder Rotwein über drei Wochen führt zu
einem Anstieg der Plasmakonzentration von Adiponektin gesunder Probanden",
so die Ulmer Forscher in ihrem Bericht für den DGK- Kongress. "Die
stärksten Effekte fanden sich nach Konsum alkoholhaltiger Getränke".
 
zur Übersicht
|