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Studie zeigt: Wer mehr fettarme Milchprodukte isst, wird seltener schwanger
Light, fit und kinderlos?
Bonn [aid - Dr. Margit Ritzka] 23-09-2007
Allerorten tobt der Kampf gegen das Übergewicht. Im
Supermarkt gibt es mehr Light-Artikel als Pilze im Wald. Der letzte Schrei für
Gesundheitsbewusste sind Milchprodukte mit 0,1 Prozent Fett. Aber für Frauen
mit Kinderwunsch scheinen Light-Produkte nicht das Nonplusultra zu sein: Je
mehr fettreduzierte Milcherzeugnisse eine Frau isst, desto größer ihr Risiko,
kinderlos zu bleiben. Umgekehrt erhöht der regelmäßige Verzehr von
Milchprodukten mit hoher Fettstufe die Chance auf eine Schwangerschaft. Das
berichten amerikanische Forscher, die fast 20 000 Frauen zu ihrem Milchkonsum
befragt haben.
Dabei scheint der Fettgehalt der Milch eine entscheidende
Rolle für die weibliche Fruchtbarkeit zu spielen. Andere Bestandteile wie
Milchzucker (Laktose), Calcium, Phosphor oder Vitamin D zeigten keinen
Einfluss. Die genaue Ursache dafür ist noch unbekannt.
Die unterschiedliche Fettsäure-Zusammensetzung bei
fettreduzierten und bei Vollfettprodukten könnte eine Rolle spielen.
Eine weitere mögliche Erklärung ist der abweichende
Hormongehalt. Milch enthält von Natur aus zahlreiche männliche und weibliche
Hormone beziehungsweise deren Vorstufen. Das weibliche Hormon Östrogen wirkt
ausgleichend und begünstigt das Zustandekommen einer Schwangerschaft. Östrogene
werden beim Entrahmen mit dem Fett aus der Milch entfernt. Vollmilchprodukte
enthalten also deutlich mehr davon als Erzeugnisse aus fettarmer Milch. Ob dies
aber tatsächlich der einzige Grund für den beobachteten Effekt ist oder ob eine
bisher unbekannte Komponente eine Rolle spielt, müssen weitere Untersuchungen
zeigen.
 
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