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Neues Forschungsprojekt gestartet: Aufarbeitung von Schlachttierblut
Neues Entkeimungsverfahren ermöglicht nachhaltigen Einsatz in Fleischwaren
Quakenbrück [DIL] 26-11-2008

Das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) e.V,
Quakenbrück erforscht gemeinsam mit dem Institut für Lebensmittelqualität und
-sicherheit der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover(TiHo) sowie
kleineren und mittleren Unternehmen der Fleischwirtschaft die Nutzung neuer
Möglichkeiten zur nachhaltigen Nutzung von Schlachtnebenprodukten, insbesondere
von Schlachttierblut.
In Deutschland fallen jährlich etwa 150 Mio. Liter Schlachttierblut
an, die meist aufwändig entsorgt werden. Eine Nutzung des wertvollen, protein-
und eisenreichen Wertstoffs als Lebensmittel wäre insbesondere aus ethischer
Sicht und mit Blick auf knapper werdende Rohstoffe für eine wachsende
Weltbevölkerung wünschenswert. Unter Nutzung eines am DIL entwickelten
Verfahrens zur nicht-thermischen Entkeimung sollen neue Verarbeitungs- und
Nutzungsstrategien für einen Einsatz zur Herstellung von Fleischwaren und eine
nachhaltige Nutzung des Rohstoffs erarbeitet werden.
Da Blut ein schnell verderbliches Substrat ist, sollen zur
Reduktion der Keimbelastung und Verbesserung des Hygienestatus gepulste
elektrische Felder zum Einsatz kommen. Das auch als ELCRACK bezeichnete
Verfahren ermöglicht eine schonende Entkeimung bei Einwirkzeiten im Bereich von
Sekunden, geringen Temperaturen und unter Erhalt wertvoller technologischer und
funktioneller Eigenschaften. Innerhalb des Forschungsvorhabens soll die Eignung
des Verfahrens zur Aufarbeitung von Schlachttierblut untersucht werden. Zudem
wird der Einfluss auf sensorische Parameter wie Farbe und Konsistenz bei einem
Einsatz behandelten Bluts in Fleischwaren wie Koch- oder Brühwürsten bewertet.
Das Forschungsvorhaben (AiF 15885 N) beginnt am01.12.2008 und hat eine Laufzeit von zwei
Jahren. Es wird von der Arbeitsgemeinschaft industrieller
Forschungsvereinigungen (AiF) und dem Forschungskreis der Ernährungsindustrie
(FEI) mit 380.000 Euro gefördert sowie vom Verband der Fleischwirtschaft (VdF)
e.V, dem Bundesverband der Deutschen Fleischwarenindustrie (BVDF) e.V. und dem
Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e.V. unterstützt.
Ansprechpartner:
Deutsches Institut für Lebensmitteltechnik DIL e.V.
Dr. Stefan Töpfl
Prof. von Klitzing Str. 7
49610 Quakenbrück
s.toepfl@dil-ev.de
Tel.: 05431 183 140
Fax.: 05431 183 114
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